Tierheim Nitra - Ein Ort der Hoffnung
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Bericht über das TRAINING MIT AMIGO:

...Bericht über das TRAINING MIT AMIGO:

Das Ziel: Den Hund gesellschaftsfähig und alltagstauglich zu machen.
Konkret: Ich möchte mit dem Hund angenehm(an lockerer Leine) spazieren gehen können , auch an anderen Hunden und Menschen, und an am Boden liegenden Pizzas vorbei usw. ;-)

Die ersten 4 Tage:

7.12.09 ---------ERSTER TAG---------------
Ich hole ihn um 7.15 vom Schwarzenbergplatz ab.

Ich fahre in den 17 Bezirk und gehe dort in einer reizarmen Gegend spazieren.
Ich achte auf die Uhrzeit! ca 30-max 45 min pro Spaziergang sind anfangs genug.
Wir gehen und er setzt die Impulse. Er darf schnuppern und pinkeln wo er will. Ich will dass er mir sein gewohntes Verhalten zeigt, und ich muss nicht lang drauf warten, da stossen wir schon auf unterschiedliche verhaltensvorstellungen;-))
Er sieht einen Hund , bellt und hängt sich mit aller Kraft in die Leine.
Man könnte vermuten er will sofort hin , um zu beissen, er ist sehr aufgeregt und unansprechbar.
In diesem Moment kann ich nichts machen, ausser ihn an der leine und notfalls am Brustgeschirr festzuhalten, damit er nicht mal einen einzigen Schritt in die von ihm ausgewählte Richtung -zum hund- gehen kann und so der erste erfolg für ihn ausbleibt.Wir lassen den Hund vorübergehen.Bei so einem geladenen Verhalten gehen wir nicht auf den Hund zu-dass das danebengeht, wäre vorprogrammiert.Doch ich schreie ihn auch unter gar keinen Umständen an, oder gebe auch nur den Hauch von Körperlicher Gewalt oder Drohung! Ich bin froh dass er ein gut sitzendes Brustgeschirr anhat, da kann er nicht rausschlupfen und verbindet den Reiz Hund nicht mit einem kehlenzuschneidendem unangenehmen Moment.-wichtig fürs unterbewusstsein und späteren lernerfolg-
Wir gehen weiter, er ist teils schreckhaft und sehr aufmerksam was die Beobachtung der Gegend angeht, er reagiert auf jedes Geräusch, schaut auf Alles..Autos, Menschen.
Jetzt erst Beginnt das Training. Unser Ziel ist wie gesagt, die Entspannung des Tieres , und ihn Führbar/Lenkbar zu machen.
Ich lasse ihn an der lockeren Leine gehen. Er muss sich entspannen können und ein vertrauen aufbauen. in sich und mich. ich lasse ihn viel schnuppern, und beginne im Verlauf des Spaziergangs bereits den Augenkontakt aufzubauen, und stelle ihm ein Aufmerksamkeitssignal , das vor dem jeweiligen Komando kommt, vor. Sobald er dieses Signal mit Augenkontakt bzw mit auf mich schauen verbunden hat, kann ich die folgenden komandos geben und er kann lernen, ohne auch nur die leine zu spühren darauf zu reagieren. so wird seine lenkbarkeit aufgebaut, er konzentriert sich automatisch auf mich sobald ich das aufmerksamkeitsignal gebe. und das macht er gerne, weil kein komando wie eine unterdrückung oder strafe rüber kommt , sondern als klare und faire ansage.Hunde wollen von Natur aus folgen! Man muss es ihnen nur verständlich und in annehmbarer Form präsentieren.
Zur Unterstützung der Wortkomandos, verwende ich eine ausgeprägte Körpersprache, und viel Augenkontakt und Lob in Worten-keine Leckerlies zu dem Zeitpunkt nötig!
z. b links gehen, linker fuß setzt deutlicheren Schwung ;Arm zur doppelten Verstärkung möglich.auf schenkel klopfen.
Ich schaue auch in die Richtung! Hunde achten darauf, wo der Mensch hinsieht!

anderes Beispiel:beim Komando steh unbedingt selbst stehen , anfangs sogar , als wär man ein betonpfeiler! innerhaln von 2-3 sec nach ausübung des gewünschten Verhaltens des Hundes freundliches Lob zur Bestätigung.Doppelt verstärkt: Augenkontakt: Anzwinkern& Fein, od Brav mit nettem Wortlaut.

Und jetzt wichtiger Übergang -ohne spührbare Leine- sondern wieder mit Körpersprache, das Komando setzen. Wir wollen nacht rechts gehen.
beobachtet er grad nen vogel und steht immer noch.? Dann mach ich jetzt mein aufmerksamkeitssignal , und er wird bereits reagieren , indem er mich anschaut in der richtigen sec unseres blickaustausches setzte ich das kommand erneut und er wird frewillig, fast automatisch nach rechts gehen.

Somit wird der Hund nach und nach darauf konditioniert, dass er meinen Impulsen folgt, d.h. der richtung die ich angebe folgt und sich somit nach mir orientiert.
Diese Bindungsarbeit muss ab jetzt beibehalten werden. Er muss lernen, dass er sich auf mich verlassen kann, und somit nicht selbst für die Umgebung zuständig ist. Bevor er sich über einen Hund aufregt, gehe ich mit ihm den Bogen. -und er geht freiwillig mit.


Dann ist es aber höchste Zeit für eine Runde Schlaf, um all das zu verarbeiten.
Zu Hause biete ich ihm einen gemühtlichen Hundepolsterthron an, mit Kauknochen und frischem wasser. Wir machen eine Platz- Übung.
Dann kann er sich im Zimmer umsehen und ist nun auf sich gestellt.
Ich beobachte sein Verhalten im Raum.
Ein Quietschie Spielzeug, dass er entdeckt tausche ich mit ihm schnell gegen ein Leckerlie, denn er steigert sich auffällig heftig rein!-Hinweis! auf allgemeinen Zustand-
ebenso , dass er 2 Kauknochen hintereinander verschlingt in Rekordzeit, ist etwas heftig und macht ein ausgeglichener hund nicht.er muss viel Stress abbauen.
-hinweis fresssucht-
Sein Körper ist heiss und die Muskeln sind angespannt, er ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen, hat sich kein einziges mal hingelegt und ruhig durcheatmet.
erst um 11.30 liegt er das erste mal entspannt und schnauft.
Er trinkt :normal.
2x Tag 25-30 dag Trockenfutter
Fazit : er ist ein armes Riesenbaby, das leider nie gelernt hat nicht auf sich selbst gestellt zu handeln , und viele in der welt nicht versteht, aber immer noch erklärt bekommen möchte, und es dankbar annimmt.
Als erwachsener Hund, würde er nun bei Unklarheit und aufkommender Unsicherheit selbstständig reagieren- ab ca 1, 5 Jahren macht das ein Hund.(Egal welcher Rasse) Wenn er vom Menschen unterstützend gelenkt wird und im erwünschten Verhalten bestätigt wird, wird er sein unerwünschtes Verhalten mit der Zeit ganz ablegen!!

Im Weiteren Verlauf wird sich zeigen, wie schnell er ein neues Verhaltensmuster verinnerlicht!

Nachdem Amigo seit Welpenalter an mit Aggression und Unwissenheit erzogen wurde, muss man zusätzlich, sein Selbstwertgefühl und sein Vertrauen in den Menschen klar bestärken, um einen seelisch stabilen Hund aus ihm zu machen, von dem man dann eingeübtes Verhalten in verschieden starken Reizsituationen erwarten kann. Ist der Hund unterdrückt, unsicher, ´hin und her gerissen´-hinweis halsband-leinenruck-
kann man sich keinen berechenbaren stabilen Charakter erwarten.
Es ist der feine Unterschied- und Hundeseelen sind sehr sehr fein!fühlig.
nicht um sonst gibt es Therapiehunde in jedem Bereich!
Wir Menschen unterschätzen die Qualität der Tiere, und könnten doch mit ihrer Hilfe soviel lernen bzw verlerntes zurückbekommen!

10. Februar2010:
Amigo war mit mir auf dem letzten Seminar zum Teamtrainer Mensch-Hund in München. Dort sagte die Expertin für Hunderassen, dass er sehr wahrscheinlich ein American Bulldoggmix ist. Er ist ein wunderschöner, toller, lernbereiter Hund, der in nur einem Monat viel gelernt hat und sich nach und nach zu einem gesellschaftsfähigen Hund entwickeln wird.
Er braucht eine hundeerfahrene ruhige & liebevolle Bezugsperson und eine kosequente & verständliche( bzgl. calming signal & körpersprache des menschen ) Führung.

.. Natürlich ist es nicht sehr hilfreich wenn frei laufende Jackrusselterrier ihn angehen, und der Besitzer 5 minuten lang versucht ihn einzufangen, uns bittet nicht wegzugehen da er sonst über die Strasse läuft und dann vor den Augen von Amigo noch Balli wirft um den Jackrussel doch noch einzufangen,was auch nicht funktionierte, denn er war dabei Amigo anzukeiffen, natürlich hat Amigo dann darauf irgendwann auch reagiert, doch wärend ich ihn sehr wohl unter kontrolle hatte, musste ich mit der anderen hand der ´dame´ den jack russel ´einfangen´,damit sie ihn endlich anleinen konnte!...
Sonst war der Aufenthalt ein voller Erfolg. Amigo ging im Park mit mindestenst 10 Münchner Hunden spazieren, wobei es nur einen kurzen Knurrer wegen einem Stöckchen gab.Diese Reaktion war allerdings von dem morgentlichen Jackrusseltreffen verstärkt.. Im Kursraum lage er auch brav auf seinem Platz , gegenüber eine Jagdhunddame , die er zuvor schon beschnuppern durfte, und auch im park mit ihr eine runde ging.... Mehr anzeigen
Bei grossen Rüden zu denen er nicht schnuppern gehen darf, funktioniert ein Kontakt noch nicht ohne Aufregung, aber da er einen Beisskorb trägt und an der Leine ist,ist es kein Risiko mit ihm weiterzutrainieren, und es ist eine Frage der Zeit bzw ist das nur noch ein weiterer Trainingsschritt, bis er auch in so einer Situation lernt ruhig zu sein und Hunde auch mal zu ignorieren.
Und wenn ein kleiner vorübergehender Dackel in soo bös ankeifft, dass mir das grauen kommt, und er nicht mal mehr auf das minnimonster reagiert, weiß ich wir sind am besten Weg..

April 2010

endlich!!Amigo akzeptiert es wenn andere Hunde Spielsachen haben ohne eifersüchtig zu werden! Nachdem er nun fair behandelt wird, weiß er er hat auch spielsachen und muß nicht frustriert sein! Alles nur weil er bis jetzt eben nur scheiße erlebt hat! Ich sage schläfert seine Vorbesitzer ein!!!

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